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© Staatliche Berufsschule I Bayreuth 2011

Informatikkaufleute



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Ausbildungsaufbau
Auszug aus dem Ausbildungsrahmenplan und dem Rahmenlehrplan
Ausbildung im Betrieb

Ausbildung in der Berufsschule

Während der gesamten Ausbildung

 

Unterricht ausbildungsbegleitend (Teilzeit oder Blockunterricht), berufsbezogen in Lernfeldern und allgemein bildend

Im 1. und 2. Ausbildungsjahr

  • Der Ausbildungsbetrieb
  • Geschäfts- und Leistungsprozesse
  • Arbeitsorganisation und Arbeitstechniken
  • Informations- und telekommunikationstechnische Produkte und Märkte
  • Herstellen und Betreuen von Systemlösungen
  • Systempflege
  • Branchenspezifische Leistungen
  • Rahmenbedingungen für den Einsatz von Informations- und Telekommunikationstechnik
  • Beschaffen und Bereitstellen von Systemen
  • Benutzerberatung und Unterstützung
  • Den Betrieb und sein Umfeld
  • Geschäftsprozesse und betriebliche Organisation
  • Informationsquellen und Arbeitsmethoden
  • Einfache IT-Systeme
  • Fachliches Englisch
  • Entwickeln und Bereitstellen von Anwendungssystemen
  • Vernetzte IT-Systeme
  • Markt- und Kundenbeziehungen
  • Öffentliche Netze, Dienste
Zwischenprüfung vor Ende des 2. Ausbildungsjahres

Im 3. Ausbildungsjahr

  • Vertiefen der Erkenntnisse aus dem 1. und 2. Ausbildungsjahr
  • Projektplanung und Durchführung
  • Vertiefen der Kenntnisse aus dem 1. und 2. Ausbildungsjahr
  • Betreuen von IT-Systemen
  • Rechnungswesen und Controlling
Abschlussprüfung nach dem 3. Ausbildungsjahr


Ausbildungsinhalte
Während der Ausbildung zum Informatikkaufmann bzw. zur Informatikkauffrau lernt man im Betrieb im ersten Ausbildungsjahr zum Beispiel:
  • wie der Ausbildungsbetrieb in den Punkten Beschaffung, Markt- und Kundenbeziehungen, Kaufmännische Steuerung und Kontrolle organisiert ist
  • welche marktgängigen Systeme der Informations- und Kommunikationstechnik es gibt und wie sie sich in Bezug auf Einsatzbereiche, Leistungsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit unterscheiden
  • welche Programmierlogik und Programmiertechniken Anwendung finden
  • wie man Systeme zusammenstellt, verbindet und sie testet
  • wie man die Kompatibilität von Speicherbausteinen, Ein- und Ausgabekomponenten und Peripheriegeräten beurteilt
Im zweiten und dritten Ausbildungsjahr wird unter anderem vermittelt:
  • wie man Angebote von Informations- und Telekommunikationsdiensten sowie die Konditionen zur Nutzung vergleicht
  • wie man Störungen unter Einsatz von Diagnosewerkzeugen analysiert und behebt sowie die Fehlertypologie und Fehlerhäufigkeit ermittelt
  • wie man Projekte vorbereitet und Konzepte für Systemlösungen präsentiert
  • wie man Datenmodelle entwickelt sowie Datenbankstrukturen festlegt
  • wie man Benutzerschulungen plant und durchführt
  • wie man Systemlösungen in Zusammenarbeit mit den Benutzern einführt
  • was beim Anpassen von Datenbanken an veränderte Anforderungen zu beachten ist
  • wie man Bezugsquellen ermittelt, Leistungen ausschreibt und Vertragsverhandlungen führt
  • welche Hard- und Softwarefehler, Bedienungsfehler und Probleme bei der Informations- und Arbeitsorganisation auftreten können und wie man Störungen analysiert und behebt
Der theoretische Unterricht in der Berufsschule vermittelt darüber hinaus zum Beispiel:
  • Fachliches Englisch
  • Rechnungswesen und Controlling
  • Informationsquellen und Arbeitsmethoden
  • der Betrieb und sein Umfeld
  • Markt- und Kundenorientierung

Rechtsgrundlagen:

Verordnung über die Berufsausbildung im Bereich der Informations- und Telekommunikationstechnik

Rahmenlehrplan für die Informations- und Telekommunikationsberufe, Beschluss der Kultusminister


Ausbildungsabschluss, Nachweise und Prüfungen
Ausbildungsabschluss

Prüfung in einem staatlich anerkannten Ausbildungsberuf nach § 34 Berufsbildungsgesetz (BBiG)

Erforderliche Nachweise

Voraussetzungen für die Zulassung zur Abschlussprüfung sind:

 
Erforderliche Prüfungen

Zwischenprüfung

Zur Ermittlung des Ausbildungsstandes ist eine Zwischenprüfung in der Mitte des 2. Ausbildungsjahres abzulegen. Geprüft wird schriftlich anhand praxisbezogener Fälle oder Aufgaben. Inhaltlich kommen insbesondere folgende Gebiete in Betracht: Betriebliche Leistungsprozesse und Arbeitsorganisation, Informations- und telekommunikationstechnische Systeme, Wirtschafts- und Sozialkunde.

Abschlussprüfung

Die Abschlussprüfung besteht aus einem Teil A, einer Projektarbeit, und einem Teil B, der wiederum aus drei Prüfungsbereichen besteht:

     

Ist das Prüfungsergebnis der Prüfung nicht eindeutig, kann ergänzend mündlich geprüft werden.

Prüfungswiederholung

Nicht bestandene Abschlussprüfungen können laut Berufsbildungsgesetz höchstens zweimal wiederholt werden.

Prüfende Stelle

Die Abschlussprüfung wird bei der Industrie- und Handelskammer abgelegt.


Abschlussbezeichnung 

Die Abschlussbezeichnung lautet: Informatikkaufmann/Informatikkauffrau.


Ausbildungsform
Es handelt sich um eine staatlich anerkannte duale Ausbildung nach dem Berufsbildungsgesetz. Gelernt wird überwiegend im Betrieb und in der Berufsschule. 

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