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Internationale Praxiserfahrungen in Wien – Ein Erasmus+ Projekt

Im Rahmen des Erasmus+ Programms nahmen acht Auszubildende der Berufsschule 1 Bayreuth (1 Fotografin, 1 Kfz-Mechatronikerin und 1 Kfz-Mechatroniker, 2 Fachinformatiker für Systemintegration und 3 Zimmerer) an einer dreiwöchigen Mobilität in Wien teil. Während ihres Aufenthalts absolvierten sie Praktika in passenden Betrieben und konnten dabei wertvolle Einblicke in die österreichische Arbeitswelt gewinnen sowie ihre fachlichen Kompetenzen praxisnah erweitern. Gleichzeitig stärkten sie ihre Selbstständigkeit, interkulturelle Kompetenz und berufssprachlichen Fähigkeiten. Die Organisation und Durchführung wurde maßgeblich durch den Internationalen Fachkräfteaustausch (IFA) Wien unterstützt, der sowohl bei der Vermittlung der Praktikumsplätze als auch bei Unterkunft und Betreuung vor Ort half – hierfür ein herzlicher Dank. Neben den praktischen Erfahrungen nutzten die Teilnehmenden ihre Zeit auch, um die Stadt Wien mit ihren kulturellen und historischen Sehenswürdigkeiten kennenzulernen. Insgesamt leistete die Mobilität einen wichtigen Beitrag zur persönlichen und beruflichen Entwicklung der Teilnehmenden und entspricht in hohem Maße den Zielen von Erasmus+ in der Berufsbildung.

Erfahrungsbericht von Jolina Löhlein (Fotografin XFG11):
Ich durfte mein Auslandspraktikum im Farbraum Wien machen. Es war wirklich eine tolle Erfahrung, mehr in den Bereich von Fine-Art-Prints einzutauchen und neue Kontakte knüpfen zu können. Außerdem war ich bei einem Vortrag des Österreichischen Wirtschaftsverbands über KI bzw. AI-Fusion dabei.
Mir wurde von Anfang an viel Verantwortung übertragen, wie zum Beispiel Filmentwicklungen bei Foto Fayer abzuholen, bei uns zu verpacken und anschließend bei United Camera abzuliefern. Das war auch eine gute Gelegenheit, mehr von Wien zu sehen.
Auch über Farben und neue Lichtsetzungen wurde mir sowohl theoretisch als auch praktisch viel beigebracht. Dadurch, dass mein Chef vor Ort auch an Berufsschulen tätig ist, konnte ich dort Kontakte knüpfen und mehr über den Ablauf hier in Österreich erfahren – ich muss sagen, da gibt es schon einige Unterschiede.
Allgemein kann ich jedem, der die Möglichkeit hat, eine solche Erfahrung machen zu können, nur ans Herz legen, diese Chance zu nutzen.

   


 

Letzter Schultag der BZI 12a im Bayreuther Festspielhaus

Am 8. Mai 2026 verbrachte die Abschlussklasse BZI 12a der Zimmerer ihren letzten Schultag an einem besonderen Lernort: dem Bayreuther Festspielhaus auf dem Grünen Hügel. Begleitet wurde die Klasse von den beiden Lehrkräften Herrn Reul und Herrn Redwitz.

Dank der sehr guten Vorbereitung durch die Schülerinnen und Schüler konnte die Führung nicht nur als kultureller Ausflug, sondern auch als fachlich interessanter Einblick in Baugeschichte, Architektur und Konstruktion genutzt werden. Das Festspielhaus wurde nach den Vorstellungen Richard Wagners errichtet; die Grundsteinlegung erfolgte 1872, die ersten Festspiele begannen 1876. Architekt war Otto Brückwald, der Grundzüge früherer Planungen Gottfried Sempers übernahm. Besonders bekannt ist das Haus bis heute für seine schlichte Bauweise, den hölzernen Zuschauerraum und die außergewöhnliche Akustik.

Während der Führung erhielt die Klasse Einblicke in verschiedene Bereiche des Gebäudes. Besichtigt wurden unter anderem die Königsloge, der Bereich unterhalb der Zuschauerränge, der Orchestergraben, die Bühne mit Blick von der dritten Galerie sowie der Dachstuhl. Gerade für angehende Zimmerer war der Blick in die historische Dachkonstruktion besonders spannend.

Den gelungenen Abschluss fand der letzte Schultag bei einem gemeinsamen Mittagessen in der Bürgerreuth. So endete die gemeinsame Schulzeit der BZI 12a in angenehmer Atmosphäre – informativ, eindrucksvoll und mit einem starken Bezug zum eigenen Handwerk.

 


 

Erasmus+ Aufenthalt in Dublin – Internationale Erfahrungen für angehende Fachkräfte

Im Rahmen des Erasmus+-Programms nahmen neun Schüler der TFE1 (Fachschule für Fahrzeugtechnik und Elektromobilität) sowie der Elektroabteilung der Berufsschule 1 Bayreuth an einem zweiwöchigen Auslandsaufenthalt in Dublin, Irland, teil. Ziel der Maßnahme war es, die fachlichen, sprachlichen und interkulturellen Kompetenzen der Schüler zu stärken und ihnen wertvolle internationale Erfahrungen zu ermöglichen.

Während ihres Aufenthalts absolvierten die Teilnehmer einen Kurs „KIC – Kaufmann International“ an der renommierten ATC-Sprachschule in Dublin. Der Unterricht fand vollständig in englischer Sprache statt und vermittelte praxisnahe Inhalte aus den Bereichen internationale Wirtschaft, Kommunikation und interkulturelles Arbeiten. Besonders im Fokus standen dabei berufsbezogene Sprachkompetenzen, Präsentationstechniken sowie das Arbeiten in internationalen Teams. Die Schüler konnten ihre Englischkenntnisse deutlich verbessern und zugleich mehr Sicherheit im beruflichen Sprachgebrauch gewinnen. Zum erfolgreichen Abschluss des Kurses erhielten alle Teilnehmer das international anerkannte und kammerzertifizierte Weiterbildungszertifikat „Kaufmann International Certificate“, das ihre erworbenen fachlichen und sprachlichen Kompetenzen offiziell bestätigt.

 

Neben dem Unterricht bot das Programm ein abwechslungsreiches kulturelles Rahmenangebot. Im Rahmen von zwei geführten Stadttouren lernten die Schüler die irische Hauptstadt mit ihrer bewegten Geschichte, ihren vielfältigen Stadtvierteln und bedeutenden Sehenswürdigkeiten kennen. Weitere Programmpunkte waren die Besichtigung der traditionsreichen Butler’s Chocolate Factory, bei der Einblicke in Produktionsprozesse und Qualitätsmanagement gewonnen wurden, sowie ein Besuch im weltberühmten Guinness Storehouse, das Industriegeschichte, Marketing und irische Identität eindrucksvoll verbindet.

 

Auch außerhalb des offiziellen Programms nutzten die Schüler ihre Zeit intensiv. In ihrer Freizeit erkundeten sie Dublin und die umliegende Region, besuchten Museen, Parks und Küstenorte und kamen dabei regelmäßig mit Einheimischen in Kontakt. So konnten sie die irische Kultur, Gastfreundschaft und Lebensart hautnah erleben. Der Aufenthalt förderte nicht nur Selbstständigkeit und Verantwortungsbewusstsein, sondern auch Teamfähigkeit und Offenheit gegenüber anderen Kulturen – Kompetenzen, die in einer zunehmend globalisierten Arbeitswelt von großer Bedeutung sind.

Auslandsaufenthalte im Rahmen von Erasmus+ stellen eine wertvolle Ergänzung zur schulischen Ausbildung dar. Die Teilnehmer erweitern ihren persönlichen Horizont, stärken ihre beruflichen Perspektiven und erwerben wichtige Schlüsselqualifikationen für eine international geprägte Arbeitswelt. Der Aufenthalt in Dublin bot den Schülern der Technikerschule und der BS1 Bayreuth die Möglichkeit, fachliche Inhalte mit praktischen Sprach- und Kulturerfahrungen zu verbinden. Die gewonnenen Eindrücke, neuen Kompetenzen und persönlichen Erfahrungen wirken nachhaltig und geben wertvolle Impulse für den weiteren Ausbildungs- und Berufsweg.

Ein besonderer Dank gilt deshalb dem Erasmus+-Programm sowie der Deutsch-Irischen Industrie- und Handelskammer (AHK), die diese erfolgreiche Maßnahme ermöglicht haben.

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