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Engel der Kulturen

Am Mittwoch, den 18.10.17, fand im Rahmen der Integrationswochen 2017 das Kunstprojekt „Engel der Kulturen“ der beiden Künstler Carmen Dietrich und Gregor Merten statt. Dies war ein gemeinsames Projekt des neuen Integrationsbeirats der Stadt Bayreuth, des Begleitausschusses des Förderprogrammes „Demokratie leben!“, der Schulen, Kindergärten und Jugendeinrichtungen sowie anderer Vereine und Organisationen in Bayreuth. Auch Vertreter der verschiedenen Religionen nahmen daran teil.

Auf Initiative des Integrationsbeirats der Stadt Bayreuth begleitete und unterstützte die Klasse BFT 12 und ihr Lehrer Herr Schüssel die beiden Künstler den ganzen Tag über. Sie übernahmen Aufgaben wie die Absicherung des Fluchtweges, das Bereitstellen der Bänke für die Besucher, das Befüllen der Luftballons für die Kinder oder das Bewachen der Werkzeuge und der Ausrüstung.

Vor dem Beginn der Veranstaltung erhielten die Schüler einen Überblick über das Projekt und dem bisherigen Verlauf der Aktionen. Das Kunstprojekt soll die Verbundenheit und die Zusammengehörigkeit dreier großer Weltreligionen symbolisieren. Das Zeichen, ein großes Rad aus Edelstahl (1,50 m Durchmesser und 85 kg), besteht aus einem Halbmond, einem Kreuz und einem Davidstern. Jedes dieser drei Zeichen ist gleich groß, um darzustellen, dass keine Religion über der anderen steht.

Zu Beginn der Veranstaltung wurden am Neuen Rathaus Eröffnungs- und Willkommensreden gehalten. Am Platz vor dem Rathaus wurde das Edelstahlrad auf den Boden gelegt und mit Sand aufgefüllt. Danach führte der Weg der Karawane zur Graser-Schule. Dort warteten bereits Schüler und Lehrer, die sangen und Reden hielten. Auch dort wurde ein Sandbild des Engels auf dem Boden hinterlassen.

Weiter ging es zum Herkules-Brunnen. Dort trug ein Student aus dem Benin ein Märchen in seiner Landessprache vor. Eine Schülerin aus der Musikschule spielt passend dazu ein Lied auf der Klarinette vor. Am Brunnen entstand ebenfalls ein Engel aus Sand.

Schließlich folgte die letzte Station am La-Spezia-Platz. Nach den Aufführungen wurde der Platzhalter im vorgefertigten Fundament entfernt und die Bodenintarsie - bestehend aus Stahl, blau eingefärbtem Spezialbeton und einem Ring aus Aluminium - eingelassen. Mit einem Schneidbrenner schnitten die Schüler der BFT 12 einen weiteren „Engel der Kulturen“ aus einer 20 mm dicken Eisenscheibe aus. Dieser Engel sollen mit weiteren, mehr als 100 Formen 2019 in Jerusalem zu einem Turm gestapelt werden. Der verbliebene Ring wird als Bodenintarsie in Breisach am Rhein eingebaut. Auf diese Weise werden alle teilnehmenden Städte miteinander verbunden. Die Bayreuther Intarsie stammt aus Siegburg.

Zum Abschluss gab es einen Imbiss - von jungen Flüchtlingen zubereitet - und Kinder führten Tänze auf.

Die fleißigen Helfer der BFT 12 wurden am Ende von den Künstlern mit einer 50 Cent Brosche (mit Engeldruck geprägt) beschenkt.

Bayreuth war nicht die einzige Station des Kunstprojekts. Eine stetig wachsende Zahl von Städten und Gemeinden in Europa setzt mit der Verlegung der Bodenintarsie „Engel der Kulturen“ auf einem öffentlichen Platz ein dauerhaftes Zeichen für Toleranz und gegenseitigem Respekt als Voraussetzung für ein gelingendes Zusammenleben in unserer Gesellschaft.

Meinungen der Schüler der Klasse BFT 12 zum Kunstprojekt „Engel der Kulturen“:

Patrick F.:
Der „Engel der Kulturen“ steht für Einklang der Religionen, aber auch der Menschen dahinter und dazwischen. Ich persönlich halte diese Aktion für mutig, jedoch auch für wichtig, da immer mehr Missstände im zwischenmenschlichen und politischen Bereich auftreten. Es zeigt, dass ein harmonisches Miteinander unvermeidbar ist. Dieser Tag hat meine politische Meinung gestärkt.

Lukas U.:
Solche Aktionen sind sehr wichtig für eine erfolgreiche Integration in Deutschland.

Johannes W.:
Die Aktion „Engel der Kulturen“ ist sehr interessant und ist nicht schlecht für die Integration in Deutschland und aller Welt. Es bräuchte mehr solche Aktionen.

Philipp S.:
„Engel der Kulturen“ ist ein sehr gelungenes Projekt. Es war schön zu sehen, wie alle (egal welcher Religion) zusammengeholfen haben, um das Projekt in Bayreuth erfolgreich auszuführen.

Bünyamin D.:
Meiner Meinung nach ist es sehr wichtig, dass es solche Projekte gibt. Viele Menschen haben ein falsches Bild von anderen Kulturen, was sich zu Rassismus entwickeln kann. Deswegen brauchen wir solche Projekte, die uns die Augen öffnen können.

Stephan W.:
Ich finde so eine Veranstaltung cool, weil man bei so was immer schön sehen kann, dass alle Religionen zusammenhelfen können.

Techniker besichtigen das Audi Produktionssystem

Die Schülerrinnen und Schüler der Technikerschule für Fahrzeugtechnik & Elektromobilität besichtigten im Rahmen der Erlebnisführung „Takt-Fluss-Pull-Perfektion – Das Audi Produktionssystem“ die Produktion von Audi in Ingolstadt.
Die Schülerrinnen und Schüler lernten praxisnah ein wertschöpfungsorientiertes, synchrones Unternehmen mit Anspruch an hochwertige Verarbeitung und innovative Technik kennen. Bei der Führung stand nicht das Produkt im Mittelpunkt, sondern das Produktionssystem und dessen Umsetzung, in dem alle Unternehmensprozesse aufeinander abgestimmt sind und dem Herzschlag der Fabrik folgen. Neben den Erfolgsfaktoren von Lean Production und den erzielten Ergebnissen stand mit der zunehmenden Digitalisierung (Stichwort Industrie 4.0) darüber hinaus ein aktuelles Thema im Fokus.

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Doppelte Finissage

Die Schreiner der HTE 10 besuchten bei einem fächerübergreifenden Unterrichtsgang im evangelischen und katholischen Religionsunterricht in Kooperation mit dem Fachunterricht zwei Ausstellungen am letzten Tag – allerdings ohne Sekt und Häppchen.
Im Rathaus lockte eine Ausstellung mit Holzskulpturen von Bildhauer Heiko Börner, der fast unglaubliche Gebilde aus Holz formt, mit einer Dynamik, die man dem Material kaum zutraut.
Anschließend ging es in die Ausstellung „Wer bin ich“ in der Christuskirche. Eine Ausstellung zu Fragen von Persönlichkeit und Identität der Fotografenklasse XFG 12 der Staatlichen Berufsschule 1 Bayreuth, präsentiert auf Stellwänden, die von Lehrern und Schülern des BGJ Holztechnik entworfen und gefertigt wurden.